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63An unsere Aktionäre
Aufsichtsrat
Das Jahr 2007 im Überblick
Zusammengefasster Lagebericht
Weitere Informationen
Market Units
Corporate Governance
Konzernabschluss
Tabellen und Erläuterungen
Marktpreisänderungsrisiken
Der E.ON-Konzern ist bei seiner operativen Geschäftstätigkeit
Marktpreisänderungsrisiken im Commodity-Bereich ausgesetzt.
Zur Begrenzung dieser Risiken betreiben wir ein systemati-
sches Risikomanagement. Kernelemente dieses Risikomanage-
ments sind neben den bereits erwähnten konzernweit bin-
denden Richtlinien und dem unternehmensweiten Berichts-
system die Verwendung quantitativer Kennziffern sowie
die Limitierung von Risiken und die Funktionstrennung von
Bereichen. Zur Begrenzung von Marktpreisänderungsrisiken
setzen wir im Markt übliche derivative Instrumente ein. Diese
Instrumente werden mit Finanzinstituten, Brokern, Strom-
börsen und Drittkunden kontrahiert, deren Bonität wir laufend
überwachen.
Im Energiebereich werden im Wesentlichen Strom-, Gas-,
Kohle-, Emissionsrechte- und Ölpreissicherungsgeschäfte
kontrahiert, um Preisänderungsrisiken abzusichern, eine
Systemoptimierung und einen Lastenausgleich zu erzielen
sowie unsere Margen zu sichern. Der Eigenhandel im Com-
modity-Bereich findet im Rahmen detailliert festgelegter
Richtlinien und innerhalb eng definierter Grenzen statt. Zum
31. Dezember 2007 betrugen die Nominalwerte der Energie-
derivate 57.204 Mio . Der Marktwert aller Energiederivate
beläuft sich auf 353 Mio .
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die Steuerung der Zins- und Währungsrisiken erfolgt eben-
falls auf Basis eines systematischen Risikomanagements.
Das Nominalvolumen der Derivate im Zins- und Devisenbe-
reich zum 31. Dezember 2007 betrug 48.238 Mio . Die Markt-
werte dieser Derivate beliefen sich auf 615 Mio .
Aus dem operativen Geschäft bzw. dem Einsatz derivativer
Finanzinstrumente ergeben sich für E.ON Kreditausfallrisi-
ken. Auf Basis des konzernweiten Kreditrisikomanagements
erfolgt eine systematische Überwachung der Geschäfts-
partner-Bonität sowie eine regelmäßige Ermittlung des
Kreditausfallrisikos. Die Überprüfung des Kreditratings der
Geschäftspartner wird auf Grundlage existierender Bonitäts-
kriterien durchgeführt.
Darüber hinaus ergeben sich Kursänderungsrisiken aus kurz-
und langfristigen Wertpapieren, die durch ein geeignetes
Asset Management gesteuert werden. Die Überwachung und
Steuerung von Liquiditätsrisiken erfolgt im Rahmen kurz-
und langfristiger Finanzplanungen.
Strategische Risiken
Unsere Strategie bezieht Akquisitionen und Investitionen in
unser Kerngeschäft mit ein. Diese Strategie hängt in Teilen
von unserer Fähigkeit ab, Unternehmen erfolgreich zu identi-
fizieren und zu erwerben, die unser Energiegeschäft unter
annehmbaren Bedingungen sinnvoll ergänzen. Um die not-
wendigen Zustimmungen für Akquisitionen zu erhalten,
könnten wir aufgefordert werden, andere Teile unseres
Geschäfts zu veräußern oder Zugeständnisse zu leisten, die
unser Geschäft wesentlich beeinflussen. Zusätzlich können
wir nicht garantieren, dass wir die Rendite erzielen, die wir
von jeder möglichen Akquisition oder Investition erwarten.
Beispielsweise könnte es problematisch werden, wichtige
Leistungsträger zu halten, akquirierte Unternehmen erfolg-
reich in unser vorhandenes Geschäft zu integrieren sowie
geplante Kosteneinsparungen bzw. operative Ergebnisbeiträge
zu realisieren und zukünftige Marktentwicklungen bzw.
regulatorische Veränderungen richtig zu beurteilen. Zudem
ist es möglich, dass wir für eine Akquisition oder Integration
bzw. den Betrieb eines neuen Geschäftes mehr aufwenden
müssen als angenommen. Des Weiteren beinhalten Akquisi-
tionen und Investitionen in neue geografische Gebiete oder
Geschäftsbereiche, dass wir uns mit neuen Absatzmärkten
bzw. Wettbewerbern vertraut machen und uns mit den ent-
sprechenden wirtschaftlichen Risiken auseinandersetzen. Dies
gilt gleichermaßen für das von uns im Jahr 2007 beschlossene
strategische Maßnahmenpaket bzw. das umfangreiche Inves-
titionsprogramm von mehr als 60 Mrd bis zum Jahr 2010.