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· Um zukünftig Kompetenzen im Bereich Gasspeicher
konzernweit einheitlich auszurichten, entsteht eine neue
Gesellschaft unter Federführung von E.ON Ruhrgas.
· Aktivitäten in Italien (soweit nicht Handel) werden an
die neue Market Unit Italy abgegeben.
Central Europe wird in der neuen Struktur insbesondere ihre
Kompetenz im Bereich Erzeugung in den E.ON-Konzern ein-
bringen und darüber hinaus auch zukünftig Wachstums-
chancen in der Region Zentraleuropa nutzen. Die Umsetzung
von europe.on wird im Laufe des Jahres 2008 erfolgen. Neue
Gesellschaften bzw. Einheiten werden dann ihre Arbeit auf-
nehmen.
Projekt regi.on
Darüber hinaus hat Central Europe im Jahr 2007 das Projekt
regi.on angestoßen. Ziel ist, das Geschäft der Regionalver-
sorgungsunternehmen (REVU) konsequent an den neuen
Erfordernissen von Kunden, Markt und Regulierung auszurich-
ten. Central Europe setzt auch künftig auf dezentrale, regionale
Strukturen mit lokalen Partnern. regi.on führt auf allen wesent-
lichen Stufen der Wertschöpfung der REVU (Netz, Vertrieb und
Shared Service) zu wesentlichen Veränderungen:
· Die vertriebliche Steuerung (Koordination, strategische
Planung) für Strom und Gas sollen in einem Gemeinschafts-
unternehmen, der sogenannten Vertriebssteuerungs-
gesellschaft, gebündelt werden. Die operative Durchfüh-
rung des Vertriebsgeschäfts erfolgt weiterhin dezentral.
· Die bestehenden Netzgesellschaften werden wieder in
die REVU integriert. Netzgesellschaft und Netzbetrieb
einerseits und technischer Netzservice andererseits
werden in jedem REVU organisatorisch getrennt.
· Die Funktionen Messstellenbetrieb, Abrechnung,
Forderungsmanagement und Kundenservice der REVU
werden in zwei regionalen Shared-Service-Gesell-
schaften gebündelt.
Die Umsetzung der neuen Struktur ist im Jahr 2008 vorgesehen.
Preisdiskussion in der Öffentlichkeit
Die steigenden Energiepreise haben zu einer intensiven
öffentlichen Diskussion in Deutschland geführt. Diese wird
auch zunehmend von den Medien, Verbraucherschutzver-
bänden, Kartellbehörden und der Politik aufgegriffen. Sie
gipfeln in dem Vorwurf angeblicher Preisabsprachen bzw.
Manipulationen. Die zum Teil emotional geführte Diskussion
verschärfte sich durch die Ankündigung der Strom- und Gas-
preiserhöhungen vieler Energieversorgungsunternehmen,
wie auch durch die der REVU von Central Europe zum
1. Januar 2008.
87An unsere Aktionäre
Aufsichtsrat
Das Jahr 2007 im Überblick
Zusammengefasster Lagebericht
Weitere Informationen
Market Units
Corporate Governance
Konzernabschluss
Tabellen und Erläuterungen
Vorwürfe von ungerechtfertigten bzw. unplausiblen Preiser-
höhungen sowie Vorwürfe wegen Marktmissbrauchs, Preis-
absprachen mit Wettbewerbern und vermeintlichen Markt-
manipulationen weist die Market Unit Central Europe in
vollem Umfang als sachlich unzutreffend zurück.
Zentraleuropa West
Mit der Gründung der Tochtergesellschaft E WIE EINFACH
Strom & Gas (EWI) hat Central Europe im Februar 2007 eine
Vorreiterrolle im Wettbewerb im Strom- und Gasvertrieb über-
nommen. EWI liefert seit dem 1. April 2007 in ganz Deutsch-
land Strom und Gas für die Marktsegmente Privatkunden
und kleinere Unternehmen und verfügte zum Jahresende be-
reits über mehr als 450.000 Kunden. Im Gassegment ist EWI
bislang das einzige Unternehmen, das Privat- und kleineren
Gewerbekunden bundesweit ein Alternativangebot bietet. Mit
EWI hat Central Europe somit ihr Bekenntnis zum Wettbewerb
in Deutschland erfolgreich in die Praxis umgesetzt.
Der Geschäftsanteil der E.ON Energie AG an E.ON IS wurde
zum 31. Dezember 2007 auf E.ON übertragen. E.ON IS ist der
IT-Dienstleister für den E.ON-Konzern und ein führender Full
Service Provider für die Energiewirtschaft in Europa.
BKB wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2007 von EKW auf
die E.ON Energie AG abgespalten. BKB ist nun 100-prozentige
Tochtergesellschaft der E.ON Energie AG. Zusätzlich ist im
Jahr 2008 eine Neuorganisation von BKB geplant. Das von BKB
bislang betriebene Geschäftsfeld Braunkohleverstromung soll
auf EKW übertragen werden. Das Abfallverbrennungsgeschäft
ist nunmehr das Kerngeschäft von BKB.
Zentraleuropa Ost
Die E.ON Czech-Gruppe (E.ON Czech) konnte ihre Wettbewerbs-
position im Gasmarkt der Tschechischen Republik durch einen
Aktientausch mit RWE im Jahr 2006 und durch den Erwerb
von Aktien der Oberösterreichischen Ferngas an der JCP
nachhaltig stärken. Nach Abschluss von Übernahmeangebot
und Squeeze-out-Verfahren ist E.ON Czech seit Ende Januar
2007 alleiniger Anteilseigner der JCP. Die Betriebsteile von JCP
wurden zum 1. Januar 2007 auf die für Netz, für Vertrieb und
für Services verantwortlichen Gesellschaften von E.ON Czech
verschmolzen. Die Integration der JCP erlaubt E.ON Czech,
den Kunden Strom und Gas sowie damit zusammenhängende
Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten.